Spendentrichter in der Schule

Spendentrichter an der Grundschule Pye

 

 

 

Seit Jahren setzt sich die IndienHilfe Deutschland e.V. dafür ein, Kindern ein Bewusstsein für die Lebenswirklichkeit in Indien zu schaffen. Im Rahmen des Religionsunterrichts war ihr Vorstandsvorsitzender Jürgen Fluhr zum ersten Mal im Juli 2020 bei uns zu Gast im 3. Jahrgang.

 

Er war begeistert, mit wie viel Neugier, Wissbegier und Mitgefühl die Schülerinnen und Schüler mehr über Indien und die Indienhilfe erfahren wollten. Wir haben nun als Schule beschlossen einen Spendentrichter in der Schule für die Indienhilfe aufzustellen. Die rollenden Münzen machen Spaß und helfen Kindern, der bittersten Armut zu entkommen.

 

 

 

 

Die Münzen rollen langsam in die Trichtermitte, bevor sie in der eingebauten Spendenbox verschwinden. „Ich hoffe, dass von diesem kleinen Münzspiel reichlich Gebrauch gemacht wird“, lacht Jürgen Fluhr. „Für nur 5 Euro können wir ein Kind in Indien einen Monat lang ernähren. Und im Moment zählt wirklich jeder Euro.“

 

 

 

„Uns gibt es jetzt schon ein paar Jahre“, erläuterte Jürgen Fluhr, der den Entwicklungshilfeverein vor rund 12 Jahren nach einem persönlichen Erlebnis während einer Indienreise gründete. „Meiner Frau und mir wurde damals ein rund drei Wochen altes Mädchen zum Kauf angeboten, auf offener Straße, für knapp 20 Euro. Da war für mich klar, dass wir diesen Kindern und natürlich auch ihren verzweifelten Eltern helfen müssen.“

 

 

 

Aus dem Verein, den der Wallenhorster Familienvater damals mit Gleichgesinnten gründete, erwuchs eine professionelle Organisation, die mittlerweile zwölf deutsch-indische Schul- und Kindergartenpatenschaften sowie zahlreiche Ernährungs- und Ausbildungsprojekte aufgebaut hat. Hunderte von Straßen- und Waisenkindern verdanken jedes Jahr den Unterstützern aus Deutschland eine sichere Kindheit, eine gute Schulbildung und die Chance auf ein besseres Leben.

 

 

 

„Wir arbeiten ausschließlich mit dem katholischen Orden der Pilar Fathers zusammen, die in Bhopal eine weiterführende Schule und verschiedene Vorschulen, Hostels und Kindergärten unterhalten“, erläutert Jürgen Fluhr. „Da wissen wir sicher, dass das Geld auch ankommt und effizient genutzt wird.“

 

 

 

Die Schülerinnen und Schüler der jetzigen Klasse 4 verfolgten im letzten Schuljahr in zwei Präsentationen, wie die indischen Kinder leben, lernen und spielen. Anhand von Fotos und eingespielten Videos zeigte Jürgen Fluhr, wie sie untergebracht sind, was sie essen, wie sie schlafen und wie dankbar sie für ihre Schulbildung sind. Exemplare des Kinder- und Jugendmagazins „Kamika“, welches die IndienHilfe selbst herausbringt und in dem sie kindgerecht über ihre Arbeit in Indien berichtet, wurden verteilt und besprochen.

 

Außerdem haben die beiden Klassen an einem Malwettbewerb des „Kamika“-Heftes teilgenommen. Dabei haben Luisa und Johanna mit ihren Bildern einen in Indien selbstgenähten Stoffelefanten gewonnen. Alle Kinder wurden zusätzlich mit einem Freundschaftsband aus Indien beschenkt.

 

 

 

Mehr Informationen zur IndienHilfe Deutschland e.V. finden Sie auch im Netz unter www.indienhilfe-deutschland.de.

 

 

 

Christine Garthaus und Kirsten Kossenjans